Maare, Wälder und Vulkankegel: Die Vulcano-Pfad-Kurzroute 2

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Im letzten Beitrag über die Vulcano-Pfad-Kurzroute 1 berichtete ich bereits, dass ein Kurzweg kreiert wurde, der den Vulcano-Pfad in zwei etwa gleich lange von einander unabhängige Teilrouten aufteilt. Auch die zweite Route bin ich mit dem für den Vulcano-Pfad zuständigen Ranger und zwei Geopark-Gästeführern gewandert.

Die zweite Wanderung starten wir in Schalkenmehren auf einem Parkplatz nahe der dortigen Tourist-Information. Es geht an der Pfarrkirche St. Martin und dem Heimweberei-Museum vorbei am süd-östlichen Rand des Schalkenmehrener Maares auf grasbewachsenen Wegen und lichten Baumbestand hinauf. Am Hang weidende Schafe machen die spät-morgendliche Idylle komplett.

Wir erreichen eine Ebene, die überreich mit Eifelgold bestanden ist. „Der Ginster blüht in diesem Jahr besonders üppig“, meint der uns begleitende Ranger. Und er muss es ja wissen, ist er doch tagtäglich in der Vulkaneifel unterwegs.

Aber nicht nur das Eifelgold fasziniert uns, sondern auch ein geologisch interessanter geologischer Aufschluss, in dem die Gesteinsschichtungen deutlich zu erkennen sind. Für geologische Interessierte sicher ein Highlight.

Wir genießen noch einige Augenblicke das prächtige Eifelgold und die Ausblicke auf die Weiten der Vulkaneifel darüber hinweg, bevor es durch einen lichten Nadelwald wieder hinab ins Tal geht. Hier kann man den doch seltenen Anblick eines flächig mit Ginster bestandenen Waldgrundes erleben. Der Wald wird dichter, bevor sich der Weg öffnet und den Blick ins Tal mit wildblumen-bunten Wiesen und die Vulkaneifel-Höhen freigibt.

Im Tal geht es einige Meter auf asphaltierten Wegen weiter, wir unterkreuzen den Maare-Mosel-Radweg, der zu den bekanntesten und schönsten Bahntrassen-Radwegen in Deutschland zählt.

Durch hoch stehendes Gras geht es hinauf auf die Höhe bei Mehren. Die Wege werden regelmäßig ‚gemulcht‘, um das Gras kurz zu halten, bei Mehren kommt man dem üppig wachsenden Grün im Moment wohl nicht nach.

Wir erreichen Mehren am Kindergarten an der Kapellenstraße. Vorbei an der Grundschule Mehren geht es durch ein hübsches Neubau-Viertel hinunter in den Ort, wo wir an der Mehrener Pfarrkirche St. Mathias ausgiebig Rast machen. Es ist inzwischen Mittag geworden und die Sonne brennt heiß vom nur leicht bewölktem Himmel.

Durch Mehren gehen wir weiter, bewundern das eine oder andere ältere Haus, kommen am Landgasthaus Krebs vorbei und treffen nach einiger Zeit auf die K16, der wir bis zum Alfbach folgen. Hier stoßen wir auf den neuen Kurzweg ins Mehrener Maar, den ich im ersten Teil bereits beschrieben habe. Am Mürmes erreichen wir dann wieder den eigentlichen Vulcano-Pfad.

Wir umgehen das Naturschutzgebiet Mürmes oberhalb in nord-westlicher Richtung, unterkreuzen die A1 und überqueren den Alfbach, der hier durch ein weites, mit Wildblumenwiesen bewachsenes Tal fließt. Zwischen der Trasse des Mosel-Maare-Radweges und dem Alfbach wollen wir nun zum Sangweiher.

Im Mittelalter waren die beiden durchfließenden Bäche zu einer gut zehn Hektar großen Wasserfläche aufgestaut und wurden zur Fischzucht genutzt. Zwischenzeitlich entwässert und landwirtschaftlich genutzt, ist durch erneute Aufstauung heute wieder eine große Wasserfläche entstanden, der vielen heimischen Vogelarten ideale Lebensbedingungen bietet. Zur Zeit des Vogelzuges machen hier zahlreiche Zugvögelarten Rast. Unter anderen gehört dann auch der Fischadler zu den Nahrungsgästen. (Quelle).

Nun müssen wir auf breiten Schotterwegen weiter, da durch die Flurbereinigung in diesem Gebiet der Vulcano-Pfad verlegt werden musste. Blicke ins Tal mit dem Bintenerhof und in die Vulkaneifel entschädigen uns aber reichlich. Es lässt sich sogar noch manches Kleinod wie eine alte Steele finden. Den schattigen Platz neben der Steele nutzt Ranger Herbert Michels gleich für einige Notizen.

Von Westen ziehen nun am späten Nachmittag Wolken auf und als wir die ersten Blicke auf Schalkenmehren und das Maar erhaschen, bietet sich Schalkenmehren so dar, wie wir es am Morgen verlassen haben: Unter Wolken. Mein Sonnenbrand am Abend zeugt aber davon, dass auf dieser Wanderung die Sonne ein treuer Begleiter war.

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Auch am zweiten Tag durfte ich auf ihrer Erkundungs-Tour den Trail-Park-Ranger und Gästeführer Herbert Michels, Gästeführerin Irene Sartoris und Gästeführer Dr. Frank Fetten begleiten.

Daten: Strecke 15,3 km, Aufstieg: 378 m Abstieg: 356 m Schwierigkeitsgrad: mittel

Den Track zur Tour könnt Ihr hier auf outdoorachtive herunterladen oder verfolgt die Tour hier (auch fotografisch festgehalten) nach: